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Pressestimmen


Anachronismus Now: Die Live-Hörspiel-Performance „Road Movie“

(...) „Beim Wort Autokino hat jeder sofort ein klares Bild vor Augen, auch wenn er selbst nie in einem war“, sagt Anna K. Becker von der Performance­gruppe bigNotwendigkeit, die interdisziplinär arbeitet und dabei Formate entwickelt, die mit Momenten von ­Realität und Fiktion spielen. Gemeinsam mit ­Katharina Bischoff inszeniert sie im ­realen Szena­rium eines Autokinos mit „Road ­Movie“ einen Text ihrer Zwillingsschwester, der preisgekrönten Dramatikerin ­Esther ­­Becker („Supertrumpf“), die ebenfalls Teil der Gruppe ist. Darin treffen sich zwei Frauen zufällig an einer Tankstelle und begeben sich gemeinsam auf eine Fahrt ins Ungewisse, bei der sie niemand Geringerer als der „King“ ­begleitet, okay, nicht persönlich, aber zumindest seine Stimme, also eine Art innerer Elvis. Die Fahrt geht Richtung Osten, gespiegelter (Wilder) Westen. Elvis has left the building and heads out on the highway ... Natürlich klingen bei diesem Setting Kultfilme wie „Thelma & Louise“ oder „Easy ­Rider“ an. Was durchaus Absicht ist: „Der Umgang mit Stereotypen interessiert uns gerade im Bezug auf Autokinos“, sagt Regis­seurin ­Becker. „Wir spielen damit, dass mit einem Sound, ­einem Zitat Assoziations­räume entstehen können, in die der Zuschauer gedanklich abdriften kann.“ Der Ton kommt aus dem Autoradio, live von meist unsichtbar bleibenden Schauspielern gesprochen, auf der Leinwand flimmern nur Licht­effekte. Der Film entsteht allein im Kopf des ­Zuschauers. In einem Roadmovie machen sich die Prota­gonisten meist in einer Lebenskrise auf die ­Reise, sie sind auf der Flucht oder reisen wie Goethe: nicht, um irgendwo anzukommen, sondern um zu reisen. Die Fahrt in die Fremde wird zur Reise zum Selbst. Und den Soundtrack dazu liefert das Autoradio. Daher spielt bigNotwendigkeit auch mit dem Genre des Musicals. Die Songs dafür steuert der Electro-Pop-Musiker Jens Friebe bei – ­alles live, selbstverständlich. (....) Friedhelm Teicke, ZITTY

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Nachgefragt

(...) Ist die Hysterie nicht eine Erfindung männlicher Mediziner? Das ist so, sie ist aber auch ein Symptom dafür, dass es den Frauen nicht gut ging damals, sie ist eine Form des Protestes. Es handelt sich um Zeichen, die nichts bedeuten, aber immer wieder auftauchen, die markieren: Ich funktioniere nicht in dieser Gesellschaft.(...)
Interview, Spielzeit 10.14, Tagesspiegel
Ganzes Interview zum donloaden


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Ende gut, alles offen

Marcel Reich-Ranicki mochte das gehauchte «Ach» auf der letzten Seite von Heinrich von Kleists «Amphitryon». Martin Walser hingegen plädiert für einen versöhnlichen Ausgang. Meistens sind am Ende trotzdem alle tot. Doch ist der Schluss eines Romans tatsächlich der letzte Satz? Das versucht die Theatergruppe Bignotwendigkeit in ihrem Stück «It Ain’t Over Till It’s Over» zu ergründen, indem sie das Ende in die Mitte stellt und von allen Seiten umkreist. Währenddessen läuft der Countdown. (...) Xymna Engel, Der Bund, Bern ,28.9.2014

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bigNOTWENDIGKEIT it aint over till its over

Gleich vorweg: Hier wird nicht getanzt, nie, in keinem Moment. Hier wird erzählt, pausenlos erzählt, von einer Frau, die von einer Frau erzählt, die am Ende der Vorstellung von der Bühne herabsteigt und sich bei jedem Einzelnen im Publikum verabschiedet. Da ist man schon froh, dass dies kein Tanz ist und kein Performer von der Bühne in den Berliner Sophiensälen steigt und jedem von uns die Hand entgegen streckt. Es reicht ja, die eigene Vorstellung zu bewegen – und Esther Becker, notorisch ungeschwätzig trotz anderthalb Stunden Text, ruckt unseren Kopf ziemlich hin und her, rät uns ganz praktisch, die Fingerspitzen heftig aneinander zu schlagen, um durchzuhalten während dieser ungetanzten Tanzvorstellung, dieser durchaus lebensechten, weil sehr allmählichen Bewegung auf das Ende dieses Theaterabends hin, oder auf das Ende des eigenen Lebens zu, auf das Ende des eigenen Gedankens, dauernd zu denken, was wäre, wenn das, was man macht, nur endlich mal ein Ende hätte. (...)
Arnd Wesemann, 3.6.2013 KULTIVERSUM , TANZ-AKTUELL


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Wer ist eigentlich wir?

„Man stellt Leute in einen Raum, und die teilen sich dann den Sauerstoff“. Diese Leute haben also schon mal eine Gemeinsamkeit – und darum geht es bigNOTWENDIGKEIT in „wir sagen“. Wer ist eigentlich wir, wer gehört nicht dazu, für welches wir fühlen wir uns verantwortlich, und für welches nicht? Und was meint Judith Butler dazu? Dass ein „wir“ ziemlich debattierbar ist, zeigt Esther Becker, wenn sie allein auf der Bühne steht, aber auch aus den Perspektiven ihrer bigNOTWENDIGKEIT-Kolleginnen Anna und Katharina spricht. Drei Meinungen, ein Körper als Sprachrohr. Das ist beeindruckend. Und als sich das Publikum Schuhe und Pullis auszieht, fühlt es sich sogar für einen kurzen Moment als ein ziemlich spezifisches „wir“.
Julia Hackober, 100Wort!, 23.02.2013


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Zeitgenössische Monologe entstehen im Dialog

(...) Esther Becker fragt ausgehend von Diskussionen mit der Gruppe bigNOTWENDIGKEIT das Publikum, ob man beim „WIR SAGEN“ wirklich immer von anderen spricht oder nur von sich selbst. Der sprachspielerisch feinsinnig vertiefte Gedankengang wird begleitet von einer Entkleidungsperformance, an der Esther uns nach und nach, Kleidungsstück für Kleidungsstück, auffordert, teilzunehmen, indem sie für uns spricht: Wir ziehen uns jetzt die Schuhe aus. Jedes WIR gilt für einen anderen Teil der Gruppe, einmal den ganz Mutigen, dann den Mutigen bzw. den eher Ängstlichen. Durch unser Tun bestimmen wir, wer wir sind, zu welcher Gruppe wir gehören wollen. Der TD setzt seinem Publikum nicht bloß Schauspieler vor, sondern lässt die Zuschauer erfahren, dass ein Monolog ohne Zutun der Schweigenden womöglich nichts bedeutet.(...)
Artberlin, 28.10.2012, Franziska Oehme


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Gute Moral

(...)Moral ist momentan ja wieder schwer im Kommen auf dem Theater. Die Kuratoren Heike Pelchen und Michael Müller bezeichnen sie in der Festival-Broschüre zu Recht als „Reizthema“. Was auch der Monolog „Wir sagen“ der Gruppe bigNotwendigkeit beglaubigt: Für wen kann, soll, will ich Verantwortung übernehmen? Wen meinen wir, wenn wir „wir“ sagen? Schauspielerin Esther Becker performt diesen Kollektiv-Diskurs mit fröhlichem Sendungsbewusstsein. Und dann kommt der Moment, wo sich alle die Schuhe ausziehen sollen, um ein „Wir“ in Socken zu bilden. Was ausnahmslos jeder mitmacht. Erst später, als es an die Hose geht, scheren die meisten aus der Gemeinschaft aus.(...)
Der Tagesspiegel, 25.10.2012, Patrick Wildermann


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Wir suchen ein Leben

Für turn the page suchten bigNOTWENDIGKEIT die Dokumentation eines "normalen Lebens" und fanden es im Deutschen Tagebucharchiv.
- Anna K. Becker schildert die Suche in der FAZ_FAbrikzeitung, Mai 2012
(...)19. September 2011
Unser zweiter Besuch in Emmendingen, diesmal per Zug. In wenigen Stunden haben wir alle gewünschten Bücher aus einer Zeitspanne von 10 Jahren kopiert und sind mit geborgenem Schatz nach Zürich gefahren. Wann hat man sonst schon mal ein Leben in der Handtasche. Nun werden wir die Beute aufteilen und lesen, lesen, lesen. Wir wachsen wir mit der Tagebuchschreiberin mit; lernen ihre Jugendschrift zu entziffern, ihre Mitzwanzigerinnen-Schrift, ihre gute und schlechte Laune-Schrift, ihre Schönschrift, ihre eilige Schrift. Ihre liebevollen Zeichnungen.(...)

Eine umfassende Publikation zu den Recherchen im DTA ist in Planung.


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Das soll ich sein?

Wie sieht eigentlich der ideale Lebenslauf aus? Das fragen sich nicht nur Jobbewerber, die sich möglichst schnell in einen attraktiven Arbeitnehmerstatus katapultieren möchten. Auch Autobiograf/innen stricken – mal mehr, mal weniger bewusst – am optimalen Selbstbild. Nur: Wie sieht das perfekte Ego-Image eigentlich aus? Und welche Strategien benutzen die Schreibenden, um es zutage zu fördern?(...)
- Der Tagesspiegel, 17.11.2011, Christine Wahl


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Wie wir uns denken

Was haben eine amerikanische Filmdiva, ein italienischer Regisseur, ein französischer Intellektueller, eine deutsche Durchschnittsfrau und ein geheimnisvoller Erfolgsautor gemeinsam? Sie haben alle ihre Biografie niedergeschrieben. In ihrer neusten Produktion geht die Zürcher Theatertruppe Bignotwendigkeit diesen Autobiografien nun auf den Grund.(...)
- Züritipp, 19.10.2011, Corina Freudiger


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Ich ist ein Ich aus papier

Interview von und mit bigNOTWENDIGKEIT anlässlich ihrer Theaterproduktion turn the page in der FAZ_Fabrikzeitung

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I should have held an after-party for all the thoughts I didn't say

Interview von und mit bigNOTWENDIGKEIT anlässlich ihrer Theaterproduktion Kill your Darlings in der FAZ_Fabrikzeitung

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Ein Herz aus Gold

(...) Das Konzept ist schlau: Wo frau von vornherein nicht vorgibt, sich mit der Mythenfigur zu identifizieren, die durch psychologische Einfühlung in der Regel verkleinert wird, bleiben Perspektiven für intellektuelle Annäherungen. Die Akteurinnen Esther Becker, Anna-Katharina Müller und Sahar Rahimi werden sich zusehends in Widersprüche verstricken, antikes Pathos entdecken, Schuldfragen neu aufwerfen und mit Kategorisierungen wie Gut und Böse produktive Probleme bekommen. (...)
- Der Tagesspiegel, 17.06.2010, Christine Wahl


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Völkerwanderung zu Medea

anlässlich der Langen Nacht der Opern und Theater:
"(...) Medea im „Theaterdiscounter“ in Mitte ist Ruth Frankes zweite Station: „Ich wollte beider Langen Nacht mal etwas Neues kennenlernen“, sagt sie. Deshalb steht sie jetzt indem großen grauen Haus an der Klosterstraße, das früher einmal das Fernmeldeamt Ost beherbergte. Hier kann man sich zwischen 18 verschiedenen Motiven entscheiden, wenn man als Medea fotografiert werden möchte. „Die Besucher sollen selbst herausfinden, ob Medea Monster, Popstar, Ikone oder Hexe ist“, sagt Regisseurin Anna-Katharina Becker, die gerade ein Stück über Medea vorbereitet.(...)"
- Daniela Martens,Tagesspiegel, Berlin, 12.06.2010


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Darstellerinnen auf langen Beinen

"Kill Your Darlings" geht" dem kreativen Prozess im Vorfeld einer Aufführung auf den Grund, beschäftigt sich mit dem "Überschuss", der nicht auf die Bühne soll. Verrutschtes und Unbrauchbares; und dass das meist ziemlich komisch ist, zeigt jedes Making Of. Auf dem Bühnenboden stehen kleine Schubladen, innen ausgeleuchtet, aber leer; um sie herum bewegen sich die Darstellerinnen auf langen Beinen, als versuchten sie unseren Blicken zu entgehen. Bieten uns dann aber doch ein paar "unproduktive Verausgabungen": kleine Slapsticks, Pantomimen, Anekdoten, sie verfallen ins Singen, Schnarchen, Weinen, zitieren isolierte Allerweltssätze, machen sich Gedanken über das, was irgendwo gut "ankam" oder leider nicht und verteilen Spickzettelchen ans Publikum; und ihr "Gast" an diesem Abend, die Künstlerin Ingrid Käser - die vielleicht wirklich so heißt - darf auch etwas beisteuern: eine grafische Arbeit ins Licht halten etwas, die einer Jury nicht gefiel. Ein Ganzes wird aus dem Ganzen nicht; es bleibt eine lose Reihung mit gelegentlichen Längen. Dass darin auch Szenen wie jene Platz haben, in der über den Justizmord an Sacco und Vanzetti erzählt wird, ohne dass das mehr auslöst, als einverständiges Kichern, zeigt, wie widerstandslos wir uns inzwischen von lauter Resten ernähren. Vielleicht will die Produktion das aufzeigen? Die beiden Darstellerinnen kommen jedenfalls über das (nicht unkokette) Darstellen von Darstellerinnen nicht hinaus. (...)
- MZ Basel, 9. Januar 2009


Körber Studio Junge Regie

Beitrag von Karl Hafner zu bigNOTWENDIGKEIT aus der Publikation Körber Studio Junge Regie 2

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Fluchten als Strategien des Überlebens

Esther Boldt für die Giessener Allgemeine, 23.06.2004

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Wie Theater braucht auch Hysterie ein Publikum

Sabine Klötzer für den Giessener Anzeiger, 23.06.2004

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